Fehlsichtigkeit

Brille und Kontaktlinse sind die bekannten Hilfsmittel zum Ausgleich von Fehlsichtigkeit. Doch darüber hinaus gibt es seit mehr als 30 Jahren auch innovative operative Methoden: die Augenlaser- und linsenchirurgischen Verfahren (refraktive Chirurgie).

Starke Fehlsichtigkeit oder eine zu dünne Augenhornhaut können gegen eine Laserbehandlung sprechen. Wenn dies der Fall ist, sind häufig Linsenimplantate das Mittel der Wahl, um fehlsichtigen Menschen wieder zu normaler Sehkraft zu verhelfen.

Kunstlinsen werden bei hoher bis extremer Kurz- und Weitsichtigkeit bzw. Hornhautverkrümmung eingesetzt. Sie korrigieren auch die Alterssichtigkeit.

Je nach Fehlsichtigkeit und Alter des Patienten kommen unterschiedliche Implantations-Verfahren zur Anwendung:

Die Zusatzlinse:
Eine Alternative zu Brille oder Kontaktlinsen für hoch fehlsichtige Patienten bis zu einem Alter von etwa 45 Jahren ist eine Kunstlinse, die zusätzlich zur natürlichen Augenlinse implantiert wird (phake intraokulare Linse, PIOL).

Die Ersatzlinse:
Alterssichtige Patienten (i.d.R. älter als 45 Jahre) können durch den Austausch der körpereigenen gegen eine Multifokallinse (MIOL) sowohl in die Ferne als auch in die Nähe ohne Brille scharf sehen (refraktiver Linsentausch, RLA).

Durch die jahrzehntelange Verwendung bei Kataraktoperationen gehören Kunstlinsen zu den erprobten Implantaten.