Lidoperationen

Die Haut des Augenlids ist besonders dünn und anfällig für zahlreiche Erkrankungen.

Diese Veränderungen können eine medizinische oder kosmetische Operation am Augenlid erforderlich machen: 


  • Gewebeerschlaffung
  • Narbenbildung nach Verletzungen
  • Gewebeveränderungen nach operativen Eingriffen oder Entzündungen durch Tumore
  • Lidschlussdefizite im Rahmen von Gesichtslähmungen
  • angeborene oder erworbene (z.B. altersbedingte) Lidveränderungen

Die wohl häufigsten Erkrankungen jeden Alters sind das Gerstenkorn (Hordeolum) und das Hagelkorn (Chalazion):

  • Hordeolum-Chalazion – bei dem Gerstenkorn handelt es sich um eine akute Entzündung einer Liddrüse (Meibomdrüse). Von einem Hagelkorn spricht man, wenn die Entzündung abgeklungen ist, die Drüse sich nicht entleeren konnte und eine Verdickung ihrer Drüsenwand aufweist.
  • Blepharochalasis – im höheren Lebensalter tritt das „Schlupflid“ auf, das überwiegend auf eine Erschlaffung der oberen Lidhaut zurückzuführen ist.
  • Entropium – die Einwärtskehrung des Unterlids mit einem Scheuern der Wimpern auf dem Augapfel muss zur Vorbeugung von weiteren Komplikationen versorgt werden.
  • Ektropium – Häufig altersbezogene Lidfehlstellung mit einer Auswärtswendung des Lides.

Ablauf einer Lidoperation

Sie erhalten betäubende Augentropfen, welche die das Lid bedeckende Bindehaut betäuben. Nach dem Auftragen einer anästhesierenden Salbe auf die Lider und anschließender Desinfektion wird mit einer dünnen Kanüle das Betäubungsmittel injiziert.

  • Im Falle der Hagelkornoperation werden durch einen chirurgisch angelegten Schlitz auf der Lidinnenseite das alte Sekret der Drüse und die Drüsenwand entfernt. Der gesamte Vorgang dauert ca. drei Minuten. Nach der Operation des Hagelkorns erhalten Sie einen Verband, der bis zum nächsten Tag verbleiben sollte.
  • Im Falle einer Schlupflidoperation muss die erschlaffte und „überschüssige“ Lidhaut von außen entfernt werden. Manchmal ist die ergänzende Entfernung von vorgelagertem Fettgewebe sinnvoll. Die Wunde wird mit einer fortlaufenden Naht verschlossen, was sehr präzise durchgeführt werden muss und letztlich die Dauer der Operation auf gut 45 Minuten limitieren kann. Anschließend erhalten Sie einen Sprühverband und eine Salbe.
  • Im Falle des Entropiums werden zunächst nur zwei Fäden angelegt, die allerdings für sechs Wochen belassen werden sollten.
  • Das Ektropium ist unmittelbar nach der Operation korrigiert.

Auch diese Operationen führen wir ambulant durch und Sie können die Praxis nach einer kurzen Ruhephase verlassen. Für einige Tage sollten Sie auf die Nähte eine Salbe auftragen.

Je nach Operation entfernen wir die Nähte nach zwei bis sechs Wochen.